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Sonntag, 18. Dezember 2011

Thailands PC Air - Die erste "Ladyboy" Airline der Welt.


Die neue thailändische Airline "PC Air" stellt Transsexuelle als Flugbegleiter ein. Durch diese unverwechselbare Identität soll sich die Fluglinie von der Konkurrenz abgrenzen.


PC Air, eine Charterfluggesellschaft wird den Betrieb im April 2012 aufnehmen. Geplant war "männliches" und "weibliches" Personal als Flugbegleiter einzustellen.
Die Fluglinie änderte ihre Meinung, als mehr als 100 Bewerbungen von Transvestiten und Transsexuellen eingegangen waren. Zusammen mit 19 weiblichen und 7 männlichen wurden 4 transsexuelle Flugbegleiter eingestellt.



Die Qualifikationen der Ladyboy Flugbegleiterinnen sind die selben, die auch an die weiblichen Stewardessen gestellt werden, es wird erwartet, dass Sie sich wie Frauen bewegen, verhalten und eine weibliche Stimme haben.
Ladyboys sind ein fester Bestandteil der thailändischen Gesellschaft und keine Randerscheinung, offiziell gelten sie jedoch nicht als Frauen und in den Ausweispapieren steht immer "männlich".


PC Air gibt an, dass Sie in Zukunft eventuell weitere Transsexuelle einstellen wird, wenn die zivile Luftfahrtbehörde keine Einwände hat.

Unter den vier eingestellten Ladyboys ist auch die "Miss Tiffany Universe Thailand 2007". "Die Leute halten ihre Augen auf uns ", sagte Thanyarat Jirapatpakorn . " Wir müssen uns mehr vorbereiten als die Frauen."




Die Airline wird ab April nach Süd Korea, Hong Kong, Singapur und China fliegen.

Lasst euch nicht vernaschen

Rookie

Mittwoch, 1. Juni 2011

Mit der Eisenbahn nach Mahachai

Mitte Januar unternahmen wir mehrere Tagesausflüge von Bangkok aus. Einer davon führte uns nach Mahachai, einem kleinen Provinzstädtchen an der Mündung des Tha-Chin Flusses.
Wer mich kennt, weiß dass ich westlichen Touristen so gut es geht aus dem Weg gehe. Dieser überheblichen Menschenart, die nach dem Gucken eines Dokumentarfilmes auf RTL2 und einem 14 tägigen Pauschalurlaub mit all inklusive Service glaubt, dass die Welt auf ihre Ratschläge gewartet hat und dann beleidigt ist, wenn man sie kopfschüttelnd belächelt. Diese Tagesfahrt ist garantiert touristenfrei...

 Am einfachsten ist es, wenn man mit dem Skytrain direkt zur neuen Station Wong Wian Yai fährt. Von dort geht man in Richtung des Reiterdenkmals von König Thaksin. Dann sieht man kurz vor dem Kreisverkehr auf der linken Seite versteckt eine kleine Bahnstation.


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Von hier fährt eine Schmalspurbahn fast stündlich in die 28km entfernte Stadt. Die Fahrt ist für Thailänder kostenlos, Touristen zahlen 10 Baht. Fahrkarten gibt es an einem kleinen Ticketschalter direkt am Bahngleis. Die Strecke ist eine der kürzesten Strecken in Thailand und nicht mit dem restlichen Eisenbahnnetz verbunden.

In Mahachai erwartet den Reisenden einer der größten Frischfischmärkte Thailands. Die holprige Bahnfahrt mit den drei alten unklimatisierten Triebwagen japanischer Bauart dauert ca. eine Stunde und ist für jeden Reisenden ein Erlebnis. Inmitten von Einheimischen zuckelt der Zug vorbei an Tempeln, Kanälen, Kokusspalmen, kleinen Dörfern und Seerosenteichen an deren Ufern meterhohe Seegrasbüschel neben Papayas, Mangos und Bananen wachsen. Schon die Einfahrt in den Bahnhof in Mahachai ist etwas besonderes, denn es kommt einen vor., als wenn man in eine große Markthalle einfährt in der von Klamotten über Fleisch, Geflügel, Fisch, Obst und Gemüse alles angeboten wird, was das Herz begehrt.


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Wir kamen gegen Mittag an und da sich der Hunger langsam bemerkbar machte, beschlossen wir Essen zu gehen. Am Ende des Marktes steht ein unübersehbarer Uhrenturm, zu dessen rechten sich ein Restaurant befindet von dessen Terasse man einen unüberbietbaren Blick über den Fluss hat. Diesen Tipp hatten wir aus einen Bericht von thailandprivat.com, nochmals vielen Dank dafür.
Die umfangreiche, bebilderte Speisekarte bietet die frischesten Fischgerichte und alles wonach dem Gaumen begehrt. Nach dem Essen unternahmen wir einen ausgiebigen Bummel durch Mahachai und vor allem über den Fischmarkt. Som entdeckte Blaukrabben zu einem sehr guten Preis, nur kamen sie direkt vom Kutter, was uns später noch beschäftigen wird. Sie suchte sich die anscheinend besten Tiere aus und so kamen 3 Kilo Krabben zusammen. Wie es in Thailand üblich ist, wurde die gesamte Familie bedacht, also wurden auch einige Beutel getrockneter Tintenfisch eingekauft, die später die Reise in Soms Heimatdorf antreten sollten.

Abfaht in Mahachai

Abfahrt von Mahachai from T Roever on Vimeo.

Gegen 17:00h ging es dann mit dem Zug wieder zurück in Richtung Bangkok. Ein kleines Hallo gab es als der Schaffner kam um die Fahrkarten abzuknipsen. Som hatte am Schalter einfach 2 Karten verlangt und bekommen. Allerdings hatte Sie vergessen, dass Sie einen Farang dabei hat, der ja den Fahrpreis von 10 Baht (ca. 0,20 EUR) bezahlen muss. Der Schaffner sah natürlich sofort, dass ich kein Thai war und machte freundlich darauf aufmerksam, dass ich 10 Baht für die Fahrt bezahlen muss. Das tat ich dann.. und damit auch alles seine Richtigkeit hatte bekam ich eine Quittung ausgestellt, alles wie bei einer richtigen Eisenbahn.

Der Zug passiert auch dünner besiedelte Gegenden.

Durch die Wildnis from T Roever on Vimeo.

Die ganze Geschichte und die Technik der Bahn mag auf den ersten Blick belächelt werden. Wenn man darüber nachdenkt, merkt man aber schnell, dass diese Bahn viele kleine Dörfer und Städte mit Bangkok verbindet. Ohne diese Bahn wären die Menschen alleine aufs Auto angewiesen, wie ich es z.B. aus Deutschland kenne, wo viele Dörfer nur noch mit dem Auto erreichbar sind oder die Busse nur 2 bis 3 mal am Tag fahren.

Bevor ich meinen Bericht mit einer kleinen Anekdote beende, möchte ich euch hier noch ein Album mit den Fotos des Tages einbinden. Mit einem Doppelklick könnt ihr die Bilder größer und schöner direkt bei Picasa anschauen.


Zurück in Bangkok ging es dann mit dem Skytrain bis nach Silom, dort müssen wir in die U-Bahn umsteigen.
Nun bemerkte Som, dass die Krabben anfingen etwas zu riechen, klar, sie kamen direkt vom Kutter, waren also nicht gewaschen worden, außerdem hatte die ein oder andere messerscharfe Schere ein Loch in die Plastiktüte geschnitten. Sie schlug, vor anstatt mit der U-Bahn mit dem Taxi nach Hause zu fahren. Finanziell wäre das kein großer Unterschied gewesen, für 3 Euro komme ich mit dem Taxi durch die halbe Stadt und die U-Bahn hätte pro Person auch ca. 1 Euro gekostet. Jedoch darf man die Verkehrssituation in Bangkok nicht vergessen. Um 18:00h abends ist Rushour und von Silom nach Huay Kwang mit dem Auto zu fahren, hätte bedeutet, dass wir mindestens eine Stunde im Taxi verbracht hätten.
Da Som nun aber mit den duftenden Krabben nicht in die U-Bahn wollte ,machte ich folgenden Vorschlag: Ich nehme die Krabben und Sie stellt sich einfach weit weg und gehört nicht dazu.
So machten wir es... Ich muss sagen, dass ich eigentlich überhaupt nichts gerochen habe. Die U-Bahnzüge sind super gelüftet und klimatisiert. Die Temperaturen liegen zwischen 22 - 25°C, deswegen werden sie auch "Thailands schnellste fahrbare Kühlschränke" genannt. Nun gut, ich kam in der Nähe eines Paares (er wohl Engländer, sie Thai) zum stehen und anscheinend hatten Sie größeres vor, denn er trug einen Abendanzug und sie war in ein wahnsinniges Abendkleidchen gehüllt. Der Friseur dürfte den ganzen Tag mit ihren Haaren zugebracht haben und beide waren so aufgebrezelt als führen Sie zu einem Empfang beim König. Zumindest bekam ich mit meinen begrenzten Englischkenntnissen mit, dass Sie sich über Fischgeruch wunderten... als ich dann die Tüte nachfasste, rutschte Sie mir aus der Hand und knallte auf den Boden... der Duft der vorher in der Tüte gefangen war entwich auf einen Schlag zusammen mit der ein oder anderen Krabbe.
Das Pärchen bedachte mich mit einem tödlichen Blick und ging einen Wagon weiter, während ich meine Krabben aufsammelte und über den Vorfall nachdachte.
Eigentlich war ja nichts passiert, die Leute würde ich ja eh nie wieder sehen, also was solls. Die anderen anwesenden Thais guckten eher so, als wären sie an den Krabben interessiert.
Nur hatte ich natürlich nicht an Som gedacht, die die ganze Szene belustigt aus dem nächsten Wagon beobachtet hatte. In Huay Kwang angekommen, stehen wie überall Stände mit Speisen und Getränken auf den Fußwegen und ich bestellte an einem Stand einen Eiskaffee. Während der Zubereitung erzählte Som das eben Vorgefallene und der Kaffeebarkeeper und eine Lotterieverkäuferin, die direkt daneben stand,  fanden die Geschichte sehr lustig. Thais lachen für ihr Leben gerne, gerne lang und gerne laut... und vergessen lustige Geschichten nie. So kommt es, dass wann immer ich aus dem U-Bahnhof Huay Kwang komme und der Kaffeeverkäufer oder die Lotterieverkäuferin da ist, ich zumindest mit einem sehr breiten Grinsen begrüßt werde.

Lasst euch nicht vernaschen

Rookie

Samstag, 25. September 2010

Wieder am Strand...

Nach 9 Arbeitstagen und 11 Tagen fern der See wurde es mal wieder Zeit fuer ein wenig Entspannung. Freitag Mittag ging es mit dem Bus nach Pattaya und heute ist relaxen am Strand von Jomtien angesagt.
Ich wuensche euch auch ein schoenes Wochenende.
Gesendet vom Handy
Rookie

Sonntag, 12. September 2010

On the way home

Es hat nun tatsächlich angefangen etwas zu tröpfeln und ich bin auf dem Weg zum Busterminal. In ca drei Std. duerfte ich wieder zuhause sein.
Gesendet vom Handy
Rookie

Heiter bis wolkig

Heute ist es bewölkt und es wird wohl noch regnen. Ist aber halb so schlimm, denn am Nachmittag geht es sowieso wieder zurück nach Bangkok.
Gesendet vom Handy
Rookie

Samstag, 11. September 2010

Sonnenschein und Palmen

Hallo Freunde,
ich hoffe ihr habt auch Sonnenschein. Ich war ein wenig urlaubsreif, also bin ich gestern ein klein wenig ans Meer gefahren... keine Angst am Montag bin ich zurueck.
Gruesse Rookie

Donnerstag, 20. Mai 2010

Lieber rote Sonne als rote Hemden

Am Dienstagmorgen wurde es mir in Bangkok doch etwas zu stressig. Weder Skytrain noch U Bahn fuhren und auch alle Banken und Postaemter waren geschlossen. Es war auch stuendlich mit der gewaltsamen Raeumung der Demonstranten zu rechnen.
Da habe ich lieber die Gunst der Stunde genutzt und bin zwei Tage an die See gefahren. Heute Mittag geht es mit dem Bus zurueck.
Gruesse
Rookie

Donnerstag, 25. März 2010

Wenn ich die See sehe, brauche ich kein Meer mehr...

Um es gleich vorweg zu nehmen... ja ich habe es noch geschafft.
Ich habe tatsächlich die See gesehen.
Meine letzte Zwischenmeldung "rot angelaufen" kam aus dem Carrefour in Chonburi. Von dort ging es dann nur etwas geradeaus und dann rechts ab.
Damit auch ihr die See sehen könnt, habe ich mal ein Foto gemacht:

















Da jeder Strand zwei Seiten hat, dann auch nochmal in die andere Richtung:

Nun werdet ihr euch sicherlich fragen... und was sollte das ganze jetzt?
Hat der Rookie zu lange in der Sonne gestanden?

Die Entscheidung war schon ziemlich spontan, allerdings wollte ich nicht einfach die See sehen, sondern einen bestimmten Badeort Namens: Bang Saen.

Bang Saen ist ein typischer Urlaubsort für Thais und mit 100km von Bangkok auch sehr schnell erreicht. Mit dem Bus dürfte es 1,5 Std. dauern und ein Taxi benötigt weniger, denn von Bangkok aus führt diese Hochstrasse:



... bis auf wenige Kilometer ans Ziel.
An dieser Tankstelle habe ich übrigens getankt und vorne links seht ihr, wie mein Helm gerade den Rückspiegel bespringt.

Allerdings handelt es sich bei der Hochstrasse um eine 4 spurige Autobahn, die ich mit meiner Eierfeile nicht benutzen darf.

Zur Zeit sind die beiden Kinder der vor knapp 2 Jahren verstorbenen Schwester von Som bei uns zu Besuch. Die beiden haben noch nie das Meer gesehen. Da demnächst ja Ostern und damit ein langes Wochenende vor der Tür steht, würde ich es gerne dort verbringen. Ich bin mir sicher, dass sich Ostereier auch besser im heissen Sand am Strand verstecken lassen.

Im Internet hatte ich schon mal nach Hotels geguckt, aber dort findet man meist nur sehr teure um die 40 EUR pro Zimmer, für 4 Personen also 80 EUR die Nacht.
Ein kleines Guesthouse tut es aber auch, wie man einige auf diesem Foto sehen kann:



Hier starten die Preise bei:


150 Baht ( 3,50 EUR) für ein Zimmer mit Ventilator und 200 Baht ( 4,80 EUR) für ein Zimmer mit Aircondition.

Mehr würde mir allerdings ein kleines Ferienhäuschen zusagen:


Die gibt es in verschiedenen Größen und dürften mit 2 Schlafzimmern auch nicht mehr als 20 EUR kosten.

Nur findet man diese ganzen Infos nicht im Internet und deshalb bin ich selber mal hingefahren.
Da die heisse Jahreszeit vor der Tür steht sollte man sich sowieso ein Wochenenddomizil suchen.

Der Rückweg war dann ziemlich unspektakulär...

An diesem chinesischen Tempel kam ich vorbei:



und auf der Hinfahrt hatte ich mich hier zusammen mit Buddha unter kühlenden Bäumen ausgeruht:



Insgesamt habe ich gute 250km zurück gelegt, eigentlich für so einen kleinen Roller zuviel und oft habe ich eine kleine Pause gemacht, weil mein Allerwertester schmerzte.
Aber Spaß gemacht hat es trotzdem und es war eine körperliche Anstrengung, die mir nach monatelanger Büroarbeit einfach mal wieder gut tat.

Ja... und wäre ich richtig schlau gewesen, dann hätte ich das, was ich eben gemacht habe vor der Abfahrt getan....
Eine Routenberechnung bei google maps...
Hier das Resultat zum Nachfahren mit dem Finger auf der Landkarte.


Größere Kartenansicht


Viele Grüße

Rookie

Mittwoch, 24. März 2010

Rot angelaufen

Nun habe ich knapp 110km hinter mir und wie es aussieht, bin ich mindestens zweimal knapp am Ziel vorbei geschossen, das passiert mir sonst nie. Eben wollte ich eine Straßenkarte kaufen, da ich nicht weiss, was Karte auf Thai heisst habe ich das Wort fuer Zeitung gesagt und dazu Geraeusche wie ein Auto gemacht. Nun habe ich eine Auto Bild.
Ausserdem hatte ich das Wichtigste beim Mopedfahren in Thailand vergessen: Aufpassen, dass die Nase nicht unter dem Helm vorschaut und die Unterarme eincremen. Sonst hat man an beiden Stellen schnell einen Sonnenbrand.
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Rookie

Klong Dan

So heisst der naechste kleinere Ort ungefaehr 12km weiter.
Typisch fuer Thailand, die Umgehungsstrasse geht mitten durch den Ort.
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Rookie

Die See ruft!

Heute mache ich mal von meinem Privileg gebrauch selber zu entscheiden wann gearbeitet wird und wann nicht. Heute wird nicht. In meinem jugendlichen Leichtsinn ist es mir in den Sinn gekommen an die See zu fahren. Das duerften nicht mehr als 100km sein. Anstatt mit dem Bus versuche ich es per Bike. Naja, nun nach 38km tut mir der Arsch weh und ich mache eine erste Pause mit einem schrecklichen Cappucino im Tesco Lotus Bang Poo. Ob ich die See noch sehe?
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Rookie

Sonntag, 31. Januar 2010

Kuala Lumpur, Makaysia: Das Hotel

Hallo Freunde,
um es vorweg zu sagen: Ja, beim Bild im letzten Teil handelt es sich ums Lanson Place Ambassador dem Hotel, was wir für unsere Zeit in Kuala Lumpur gebucht hatten.


Die zweite Frage muss ich leider mit nein beantworten, das Hotel ist nicht per Eisenbahn erreichbar.
Es handelt sich hierbei:

Sonntag, 24. Januar 2010

Kuala Lumpur, Malaysia: Der Start

Hallo Freunde,
im August letzen Jahres ging es für ein paar Tage in die Hauptstadt von Malaysia.
Der Anlass war mal wieder das Visum. Mein erstes Jahr Thailand war vorbei, mein Visum lief ab und ich mußte ein neues beantragen. Zuvor hatte ich alle nötigen Papiere besorgt um ein Studentenvisa zu bekommen.

Mein Freund Carsten benötigte auch ein neues Visum, so entschlossen wir uns zusammen zu reisen und die Frauen mitzunehmen.
Am Abend vorher trafen wir uns kurz zu einem taktischen Vorgespräch, wie ihr dem Bild entnehmen könnt.



Am nächsten Morgen ging es dann los mit 2 Taxen zum ca. 30km entfernten Suabvarnabum Flughafen.




Carsten hatte sich eigentlich um alles gekümmert und Flug und Hotel gebucht.
Um Tickets hatte er sich rechtzeitig gekümmert, so ergatterten wir ein richtiges Schnäppchen und Som und ich flogen zusammen für ca. 100 EUR ins knapp 2000km entfernte Kuala Lumpur und zurück.
Gebucht wurde mal wieder der Billigflieger Air Asia, der Airbus wartete bereits am Gate.



Wie bei Billigfliegern üblich, kostet jedes extra Geld. Neuerdings gibt es bei Air Asia Sitzplatztickets. Beim Buchen bekommt man allerdings keine zusammenhängenden Sitzplätze. Möchte man zusammen sitzen müssen die Plätze gebucht werden und das kostet extra. Also saßen wir etwas auseinander.




Die Air Asia Airbusse sind einfach ausgerüstet, ein vernünftiges Entertainmentsystem sucht man wie bei der Lufthansa vergeblich. Im Gegensatz zur Lufthansa sind mir aber bei der Air Asia die Stewardessen Entertainment genug.
Die Flotte ist ziemlich neu und die Flugzeuge machen einen guten Eindruck.
Wenn die Klimaanlage anläuft bildet sich in tropischen Gegenden sofort Kondenswasser, das als Nebel durch das Flugzeug zieht. Wer das nicht kennt, denkt im ersten Augenblick, es würde brennen. Der Nebel verschwindet aber nach einigen Minuten, wenn nicht, brennt es.

Wir flogen pünktlich ab und landeten wohl knappe 3 Std. später in Kuala Lumpur auf dem LCCT Terminal.
Das klingt ersteinmal gut, heisst aber nichts anderes als Low cost carrier terminal, also Terminal für ganz doll Arme (in Deutschland hiesse er Hartz IV Airport). Dieses Terminal liegt ca. 2 km ausserhalb des normalen Flughafens und man muss zu Fuß aussteigen und auch eine ganze Ecke laufen.




So konnte ich noch ein paar Fotos machen, bevor es zur Passkontrolle ging.



 

 

Wie der Name schon sagte, handelt es sich um das Terminal für arme Leute, so konnte man von Schönheit bei den Gebäuden nicht reden.
Malaysia ist ein islamisches Land und wird als fundamental islamisch eingestuft. Was mich aber in der Halle der Passkontrolle erwartete, hatte etwas ausserirdisches und erinnerte mich an Roswell 1947 (oki, ich war nicht persönlich dabei).
DieWände waren in einem dunklen Blau - Lilaton unten bis ungefähr 1,50m Höhe gestrichen, darüber folgte dann ein heller Blauton. In dieser Halle befanden sich kleine Kontrollhäuschen mit dem Personal der Passkontrolle. Davor standen in gewendelten Schlangen die Passagiere und warteten auf ihre Abfertigung.
Bis hierher erschien eigentlich alles normal, nur die Blautöne hinterließen einen kühlen Eindruck.
Der Eindruck wurde aber erst komplett, als ich die Damen der Passkontrolle in ihren Häuschen sitzen sah. Wie in einem islamischen Land üblich, trugen sie Kopftücher. Diese waren einheitlich in dunklem lila und eng an den Kopf gebunden. Dadurch hoben sie sich farblich von den helleren Wänden ab und durch die Betonung der Kopfform hatte diese Ähnlichkeit mit den Fotos vom Roswell Alien.
Mein erster Eindruck war: hier betrete ich einen anderen Planeten.

Nachdem die Passkontrolle hinter uns lag, war jedoch alles wie auf jedem anderen Billig-Flughafen:




Der Flughafen von Kuala Lumpur liegt ungefähr 70 km von der Stadt entfernt. Um dorthin zu gelangen, gibt es unter anderem Shuttlebusse, die man für ca. 4 EUR pro Person vorher buchen kann. Diese bringen einen dann zum neuen Bahnhof von Kuala Lumpur.
Von dort heuerten wir einen Taxifahrer an um uns zum Hotel zu bringen. Den Fahrpreis sollte man unbedingt vorher aushandeln, um nicht unliebsame Überraschungen zu erleben. Kaum ein Taxifaher ist zu bewegen das Taxameter anzuschalten und die ausgehandelten Preise liegen schon ca. 100% höher als das Taxameter anzeigen würde. Auch sollte man passenden Geld dabei haben, manche Taxifahrer geben kein Wechselgeld heraus.

Ob dieses wirklich unser Hotel ist und ob man wirklich mit der Bahn hinkommt,




verrate ich euch im nächten Teil über unseren Abstecher nach Kuala Lumpur.

Grüße

Rookie

Sonntag, 17. Januar 2010

Visarun nach Kambodscha

Visarun? Was ist das nun wieder?
Um sich in einem Land aufhalten zu dürfen, benötigt man eine Genehmigung, ein Visa.
Mein erstes Visa galt für ein Jahr mit einer maximalen Aufenthaltsdauer von 90 Tagen. Das besagt, ich kann in einem Jahr so oft ein- und ausreisen wie ich möchte, aber ich darf nur 90 Tage am Stück bleiben.

Warum das so ist, ist mir nicht ganz klar verständlich. Allerdings muss man auch sehen, wenn ich ein ähnliches Visum als Thai für Deutschland wollte, müsste ich erst über einen 3 monatigen Kurs die deutsche Sprache lernen und mich ausgiebigen Tests unterziehen. Da bin ich schon zufrieden, dass die Thais nicht so einen Unsinn veranstalten.

Diese 90 Tage Regel hat eine kleine Tourismusindustrie ins Leben gerufen, die die betroffenen Ausländer meist in Bussen an die Grenzübergänge bringt und einen kompletten Visaservice anbietet.

Der Visarun Anbieter meiner Wahl heisst 'Jack Golf Tours' und bietet tägliche Visaruns von Bangkok nach Kambodscha an.
Der Start erfolgt morgens um 5:00h von der Sukhumvit Soi 12. Man kann also direkt von einem nächtlichen Ausflug auf Visarun gehen. Lässt man das Ausgehen weg, hat dieser frühe Aufbruch den Vorteil, dass man schon am frühen Nachmittag zurück ist.
Jack Golf Tours hat einen eigenen Reisebus für diese Visaruns mit VIP Bestuhlung. D.h. es ist ähnlich viel Platz wie in der Businessclass im Flugzeug. Dadurch hat der Bus nur 32 Sitzplätze. Unterhalten wird man auf der Rückfahrt mit Videofilmen über einen großen Flachbildschirm vorne im Bus. Auf der Hinfahrt ziehen es die meisten vor etwas Augenpflege zu betreiben.
Softdrinks und Kaffee sind frei, man muss sie sich jedoch selber holen.

Nach ca. 3 Stunden Fahrt und ca. 250km erreichen wir Aranyaprathet, der Ort auf der kambodschanischen Seite heisst Poipet. Direkt an der Grenze gibt es einen Markt, auf dem viele Kambodschaner ihre Waren anbieten und hier wird auch der Bus parken.
Da in Thailand Spielcasinos verboten sind, Thais aber gerne spielen, haben sich an vielen Grenzübergängen Casinos mit Hotels angesiedelt. In Poipet liegen sie sogar im Niemandsland. Genau diese Casinos sind unser Ziel, wir werden also nur auf dem Papier in Kambodscha einreisen.

Wo wir uns nun befinden, zeigt uns diese Google map:

Größere Kartenansicht

Vom Parkplatz werden wir vom freundlichen 'Jack Golf Tours' Personal durch die thailändische Passkontrolle geführt, die nur kurz auf unsere Pässe schaut. Danach werden die Pässe eingesammelt und das Jack Golf Team kümmert sich um alles weitere. Nun geht es zu Fuß ca. 300m in ein Casino in dem es ein kostenloses Frühstücksbuffet gibt. Man sollte jedoch nicht ganz mit leerem Magen losfahren, denn das Buffet ist geschmacklich nicht empfehlenswert.
In den nächsten ca. 2 Std kann man spielen oder auch an Ständen ausserhalb zollfreie Zigaretten und Schnaps kaufen. Im Spielraum selbst ist fotografieren verboten, es werden dort neben den bekannten Spielen wie Roulette und Black Jack auch für mich unbekannte Spiele wie eine Art Erbsenzählen gespielt. Natürlich gibt es auch Räume mit einarmigen Banditen. Für die Uhrzeit (morgens 9:00h), ist gut Betrieb. Von der Architekur her strahlen die Casinobauten den Flair von Ostblockhotels der 80er Jahre aus. Zu sehen gibt es also nicht viel.
Erwähnenswert sind die Handkarren in allen Größen von der Schubkarre bis zum LKW mit denen die Kambodschaner Waren von und nach Thailand transportieren. Kambodscha ist um vieles ärmer als Thailand und es ist bestimmt eine Knochenarbeit diese Karren kilometerweit zu ziehen. Bei Blickkontakt lächeln sie aber und wirken bei weitem nicht so traurig wie ein westlicher Firmenchef, der gerade festgestellt hat, dass er dieses Jahr nur 20% anstatt 25% Gewinn gemacht hat.

In diesen 2 Std. kümmert sich das Team um die Pässe und die neuen Visa. Zuerst  muss ein kambodschanisches Visa beantragt werden, das wird für einen Monat erteilt und kostet 20 US Dollar.


Danach gibt es dann auf der thailändischen Seite einen erneuten Einreisestempel mit der Erlaubnis weitere 90 Tage im Land zu bleiben. Wie ihr dem Visum entnehmen könnt, war ich zur Weihnachtszeit 2008 dort und das ist auch bei den Bildern nicht zu verleugnen.

Nachem die Pässe fertig sind, geht es wieder zurück nach Bangkok.
Für den kompletten Service berechnet 'Jack Golf Tours' 2000 THB, ca. 43 EUR, was für thailändische Verhältnisse sehr teuer ist. Jedoch sind die 20 US Dollar Visagebühren schon enthalten und betroffen sind ja nur Ausländer.
Natürlich habe ich auch ein paar Bilder gemacht. Wie immer könnt ihr sie durch klicken vergrößern oder ganz ins Picasa Webalbum wechseln.








Ich hoffe ihr hattet ein wenig Freude und drückt diese in euren Kommentaren aus..*g*
Bis dann

Rookie